Der österreichische
Maler und Graphiker
Franz Politzer
erhält
in Anerkennung seines künstlerischen
Werkes, des Gesamtschaffens und seiner Persönlichkeit den
RHEINISCHEN
KUNSTPREIS 1992.
Unbeirrt durch scheinbare Kunstmoden hat er seine Inhalte
und seine unverwechselbare Ausdrucksweise konsequent und
kontinuierlich weiterentwickelt.
Immer
geht es um Natur und Landschaft; jedoch vermeidet er topographische
Zuordnung: Franz Politzer komponiert eigene Visionen, verfremdet
durch collagenhafte Ausschnitte und verdeutlicht sinnfällig
die vom Menschen geschaffenen künstlichen Auffälligkeiten
und Bauwerke durch Übersteigerung.
Sanft und atmosphärisch zeigt er längst vertraute Motive,
fordert aber durch ihre Kombination heraus: Die aus Gewohnheit
stumpf gewordene Wahrnehmung gewinnt wieder an Tiefenschärfe.
Aachen, den 8. März 1992
Hans-Werner Schmidt
Vorsitzender